WHIPLASH Vol.005

Familienunternehmen ohne Chefs?

— Mit Holokratie durch die Krise

mit Prof. Dr. Martin Paul Fritze und Stefan Najib

Learnings
WHIPLASH Vol.005

 

Diese Learnings haben wir aus unserem fünften WHIPLASH mitgenommen.

In der Holokratie werden Verantwortlichkeiten selbst gewählt und sind intrinsisch motiviert. Problem ist jedoch, dass bei Gemeingütern fühlt sich jedoch keiner verantwortlich und wenn einmal etwas vernachlässigt wird, besteht die Gefahr von zunehmendem Missverhalten.

Psychological Ownership ist essentiell für Holokratie. Es kann in der Holokratie helfen, Verantwortung zu übernehmen und empfundenes Commitment zu fördern. Durch Dezentralisierung und -formalisierung von Arbeitsprozessen, Empowerment und Transparenz, komplexeren Arbeitsaufgaben und der Förderung von Kreativität kann die Empfindung von Psychological Ownership gesteigert werden.

Holokratie funktioniert so, dass die bestehenden Bereiche analysiert und zu Mini-Silos umsortieren werden, die oftmals sie schon miteinander arbeiten. Daraus entstehen dann cross-funktionale Teams, die in Kreisen organisiert und kategorisiert werden können.

In der Holokratie geht es um Talente, nicht Köpfe, um Enabling und nicht Steuerung. Es geht darum, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Einzelne Rollen werden hier durch einen Need geschaffen und durch Talente wird dann ein Wert erzeugt. Kreise bestehen aus verschiedenen Rollen, die dann gemeinsam an dem übergeordneten Purpose arbeiten. Die Sinnhaftigkeit und Transparenz steht so im Vordergrund holokratischer Organisationen.

Während der Corona-Krise hat Holokratie dem Unternehmen die Chance geboten mit neuer Energie bisherige Produkte zu hinterfragen und in kürzester Zeit umzustellen. Durch den Purpose entstand eine gemeinsame Stärke und Transparenz und digitale Tools machten einen reibungslosen Arbeitsalltag im Home-Office möglich.

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